Hydrokultur

Hydrokultur ist die Pflanzenhaltung in einer Nährlösung ohne Erde, wobei hier der Begriff Erde im herkömmlichen Sinne, d.h. überwiegend organische Blumen- oder Gartenerde (z.B. auf Torfbasis) gemeint ist. Hierzu wird die Pflanze in einem inerten Substrat, dem Blähton kultiviert, dass der Pflanze zum festen Stand dient und durch kapillaren Aufstieg die Wasserversorgung sicherstellt. In der Regel befindet sich die Pflanze in einem Kulturtopf, der den Blähton und die Pflanze beinhaltet. Dieser Kulturtopf, der durch Schlitze wasserdurchlässig ist und einen Wasserstandsanzeiger aufnimmt, wird dann in einen wasserdichten Übertopf gestellt und über sogenannte Langzeitdünger für mehrere Monate mit den nötigen Nährstoffen versorgt.

Hydrokultur ist nicht nur einfach und pflegeleicht, sondern ideal für Allergiker. Im Blähton können sich im Gegensatz zu normaler Blumenerde keine Pilzsporen entwickeln. Aus dem Grund eignet sich die Pflanzhaltung ideal für Wohnräume und Büros.

Pflanze in Hydrokultur

Welche Faktoren spielen bei Hydrokultur eine wichtige Rolle?

Standort

Ein ausschlaggebender Standortfaktor ist das Licht, denn jede Pflanze braucht für ihr Wachstum Licht in ausreichendem Maße. Licht ist in der Praxis der häufigste Mangelfaktor. Mit zunehmendem Abstand vom Fenster als natürlicher Lichtquelle sinken die Helligkeitswerte in einem Raum rapide ab und damit zwangsläufig auch die Auswahl der hierfür noch geeigneten Pflanzen. In vielen Fällen kann eine künstliche zusätzliche Beleuchtung weiterhin Pflanzenwachstum ermöglichen. Hierfür gibt es geeignete Speziallampen und Leuchtstoffröhren wie Gasentladungslampen, Hochdruck-Quecksilberdampflampen, Metallhalogendampflampen, Hochdruck-Natriumdampflampen und andere für die verschiedensten Bereiche der Kultur und Wachstumssteuerung.

Temperatur

Der Faktor Temperatur ergibt sich meistens aus dem Standort. Generell kann man jedoch sagen, dass in den meisten Fällen die Zimmertemperatur den Pflanzen ein angenehmes Umfeld gibt. Die Mehrzahl der von uns kultivierten Zimmerpflanzen haben den gleichen Wärmebedarf wie auch der Mensch und fühlen sich bei Temperaturen von ca. 18°C bis 24°C wohl

Wasserversorgung

Bei der Pflanzenhaltung in Erde entstehen viele Probleme durch zu starkes Gießen, viele Pflanzen „ertrinken“ förmlich. Bei der Hydrokultur sind diese Fehler ausgeschlossen, da das wasserdichte Pflanzgefäß mit einem Wasserstandsanzeiger ausgestattet ist. Dieser gibt zuverlässig Auskunft über Wasserstand, bzw. Nährlösung und ist mit den drei Markierungen „Minimum“, „Optimum“ und „Maximum“ versehen, an denen man den jeweiligen Wasserstand ablesen kann. Selbst beim Stand „Minimum“ sollte man nicht sofort nachgießen, da im Blähton noch Wasser gespeichert ist, das von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Das Auffüllen sollte stets nur bis zur Markierung „Optimum“ erfolgen und nur in Ausnahmefällen, z.B. während der Urlaubszeit oder längerer Abwesenheit bis „Maximum“. Ständiges Auffüllen bis „Maximum“ behindert die Sauerstoffversorgung und führt auf Dauer zu Wachstumsstörungen

Luft

Das Problem der richtigen Luftversorgung ergibt sich fast von selbst, da die Pflanzen im Lamstedter Blähton ein ideales Umfeld vorfinden. Er hat ein Porenvolumen mit optimaler Verteilung in Grob-, Mittel- und Feinporen, die das richtige Verhältnis Luft-/Wasserführung bewirken. Aufgrund des Nährlösungsstandes im Gefäß entwickeln die Pflanzen in Hydrokultur spezielle Wasser- und Luftwurzeln, die ihre entsprechenden Aufgaben wahrnehmen. Da der Wasserstand immer wieder kontinuierlich abnimmt, können alle Wurzeln in bestimmten Abständen ausreichend atmen und die Pflanze versorgen.

Nährstoffe

Die Ernährung der Pflanze wird meistens über einen Langzeitdünger, einen sogenannten Ionen-Austauscher vorgenommen. Dabei werden Nähr-Ionen aus dem Dünger gegen Wasser-Ionen ausgetauscht. Diese Dünger reichen in der Regel über einen Zeitraum von 3 - 6 Monaten, in dem die Pflanze kontinuierlich mit den erforderlichen Nährelementen versorgt wird. Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Nährstoffe wie gewöhnlich mit dem Gießwasser als Flüssigdünger zuzufügen, hier muss allerdings öfter Flüssigdünger beigegeben werden.

Hydrokultur mit Leca®ton

Seit Jahrzehnten bewährt sich Leca®ton als das Substrat für die Hydrokultur - biologisch und chemisch neutral und anorganisch. Er wird von der Nährlösung und Mikroorganismen nicht angegriffen und nicht verändert, ist also unempfindlich gegen Zersetzung. Außerdem speichert er Wasser im Korninnern und kann es der Pflanze in Trockenphasen wieder zuführen. Zudem liegt die Kapillarität in einem optimalen Bereich, d. h. er besitzt eine gute und angepasste Wassersteighöhe. In seinen chemischen Werten wie Salzgehalt, ph-Wert usw. liegt er unterhalb der geforderten Grenzwerte, was durch regelmäßige interne sowie externe Untersuchungen unter Beweis gestellt wird.

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