Dachbegrünungen verbessern die Luftqualität und steigern das Wohlbefinden

Dachbegrünung

Luftverschmutzung ist nicht nur ein Problem in weit entfernten Städten wie zum Beispiel Peking. Auch in Deutschland werden die Grenzen der Schadstoffwerte oft überschritten. Grüne Maßnahmen, einschließlich der Dachbegrünung spielen daher eine übergeordnete Rolle innerhalb des klimafreundlichen Bauens.

Für ein besseres Klima - Reduzierung von Smog und Absorption von Feinstaub

Gründächer reduzieren die Bildung von Smog, absorbieren Feinstaub und sorgen so für eine bessere Luftqualität. Sie verbessern die CO2-Bilanz und bilden einen Lebensraum für Fluginsekten. Heute verwandeln immer mehr private Bauherren und Städte ihre Dächer in „Grüne Oasen“. Ob Carport, Bushaltestellen, Einfamilienhäuser oder öffentliche Gebäude, eine Dachbegrünung lässt sich auf fast jeder Dachform umsetzen und trägt zu einer Verbesserung des Mikroklimas bei. 

Die Vorteile einer Dachbegrünung

Dachbegrünungen bieten Vorteile für Mensch und Umwelt - nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch. Bei Starkregenereignissen wird das Wasser im Dachsubstrat zwischengespeichert und zeitverzögert in die Kanalisation abgegeben. So bleibt der Grundwasserspiegel stabil, die Abwasserkanäle werden weniger belastet und Überschwemmungen wird vorgebeugt.

Mit einer Begrünung des Daches kann sogar Energie eingespart werden! Die Pflanzen, die für die Dachbegrünung eingesetzt werden, absorbieren das Sonnenlicht und senken somit die Außen- und Innentemperatur. Das trägt nicht nur zu einem besseren Raumklima im Gebäude bei, sondern verringert auch den Einsatz von Klimaanlagen.
Generell wirkt eine Dachbegrünung wie ein Schutzschild für die Dachkonstruktion. Durch den positiven Effekt des Ausgleichs von Temperaturextremen verringert die Begrünung die mechanische und physikalische Beanspruchung der Dachkonstruktion und stoppt den Alterungsprozess durch UV-Einstrahlung. Langzeitstudien haben erwiesen, dass sie die Lebensdauer des Daches und seiner Abdichtungen um ein Vielfaches erhöht.

Sie haben Solarmodule auf dem Dach? Dachbegrünungen sorgen für ein kühles Dach und steigern so die Produktion von Solaranlagen. Daraus resultierend werden Energiekosten erheblich reduziert.

Dachbegrünungen bieten noch wesentlich mehr Vorteile als die Genannten und können im Kampf gegen den Klimawandel ein effizientes „Werkzeug“ sein.

Arten der Dachbegrünung

Der Aufbau einer Dachbegrünung unterscheidet sich nach der Art der Begrünung und des Begrünungssystems. Diese teilt man in zwei Varianten: die extensive und die intensive Begrünung.

Extensive Begrünung: Extensiv bedeutet eine einfache, naturnahe Vegetationsform mit hoher Regenerationsfähigkeit, verbunden mit geringeren Herstell- und Pflegekosten. Hierunter fallen zum Beispiel Sedum Dächer und Gras-/Kräuter-Dächer.

Intensive Begrünung: Eine Intensivbegrünung besticht durch hohe pflanzliche und planerische Vielfalt, Verwendung von Bäumen und Sträuchern. Durch die große Nutzungs- und Gestaltungsvielfalt werden automatisch auch hohe Ansprüche an den Aufbau und damit an die Herstell- und Pflegekosten gestellt. Mit einer Intensivbegrünung können brachliegende Dächer wie z.B.  auf Tiefgaragen, Bürogebäuden, Krankenhäusern oder Schulen zu parkähnlichen Grünflächen einschließlich Teichanlagen verwandelt werden.

 

Welche Pflanzen eignen sich für die Dachbegrünung?

Extensive Dachbegrünung: Typische Pflanzen für die Extensiv Begrünung sind Moose, Sukkulenten, Kräuter und Gräser. Sie haben gemein, dass sie trockenheitsverträglich sind, mit weniger Wasser auskommen, sich in Hitzeperioden zurückziehen und anschließend frisch wieder austreiben. Außerdem sind sie frostunempfindlich.

Intensive Dachbegrünung: Typische Pflanzen für die Intensivbegrünung sind Sommerblumen, Stauden, Blumenzwiebeln aber auch Gräser, Rasenflächen und kleine bis mittlere Gehölze. In einzelnen Fällen und bei ausreichender Statik eignen sich auch Bäume für eine Intensivbegrünung.

Blähton als Substrat für die Dachbegrünung

Warum sollte Blähton für die Dachbegrünung eingesetzt werden? Blähton ist nicht nur besonders leicht und luftdurchlässig, sondern auch langlebig und strukturstabil. Egal ob Nässe, Hitze oder Frost, das Material hält den Umwelteinflüssen stand und ändert seine Struktur nicht. Ein weiterer Vorteil von Blähton ist, dass das Material resistent gegen Verrottung, Fäulnis und Zersetzung ist. Dadurch kann es über viele Jahre sowohl als Substrat in der Vegetationsschicht als auch in der Drainageschicht eingesetzt werden. Durch seine unzähligen Poren speichert Blähton Wasser und Nährstoffe, die nach und nach (durch Verdunstung) wieder an die Pflanzen abgegeben werden.

Der Regelaufbau einer Dachbegrünung

Die technische und vegetationstechnische Sicherheit von Vegetationsflächen wird in der Regel durch folgende Funktionsschichten erreicht: Als unterste Schicht gilt die Dachkonstruktion. Auf ihr erfolgt eine Abdichtung, die wurzelfest sein muss, d.h. Wurzeln können sie nicht durchdringen (Prüfzeugnis erforderlich!). Darauf wird eine Schutzlage aufgebracht, um vor allem während der Bauphase die wurzelfeste Dachabdichtung vor Beschädigungen zu schützen. Anschließend erfolgt der 3-schichtige Aufbau der Begrünung. Er besteht aus der Dränschicht, der Filterschicht, sowie der Vegetationsschicht.
Die Dränschicht sorgt in erster Linie für den Abfluss des Überschuss-Wassers, das von der Vegetationsschicht nicht mehr aufgenommen werden kann. Die Filterschicht verhindert ein Eindringen von Feinanteilen aus der Vegetationsschicht in die Dränschicht und gewährleistet deren Funktionssicherheit. Die Vegetationsschicht schließlich nimmt die Pflanzen auf und gibt ihnen den Nährboden für ihre weitere Entwicklung.

Bei der Verwendung von rein mineralischen Substraten, wie Original Lamstedter Blähton für die Dachbegrünung, kann der Begrünungsaufbau minimiert werden, indem auf eine Trennung von Drän-, Filter- und Vegetationsschicht verzichtet wird. Die Filterschicht entfällt hierbei ganz. Der Original Lamstedter Blähton übernimmt aufgrund seiner Eigenschaften und Kornzusammensetzung die Aufgaben aller drei Schichten, kann also in einem Arbeitsgang in einer Schicht als sogenannte Einschichtbauweise aufgebracht werden.

Pflege einer Dachbegrünung

Anwachspflege im 1. Jahr nach Fertigstellung:

In den ersten Wochen und bei längerer Trockenheit muss bei Bedarf ausreichend gewässert werden. Nach Fertigstellung wird die Fläche mit einem Langzeit- bzw. Depotdünger auf gedüngt. Bei der Düngerwahl empfiehlt sich der Einsatz hochwertiger Markenprodukte, da diese eine relativ gleichmäßige Freisetzung der Nährstoffe garantieren.

In den folgenden 2-4 Jahren ist eine jährliche Erhaltungsdüngung sinnvoll, denn sie bewirkt eine dauerhafte Pflanzendecke und hohe Deckungsrate, bei längerer Trockenheit können zudem zusätzliche Wassergaben sinnvoll sein.